Meditation – eine zeitraubende Angelegenheit?

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Beim Meditieren die Gedanken schweifen oder ganz versiegen lassen, über etwas meditieren, in Meditation versinken… Es gibt unzählige Formen von Meditation. Allen gemeinsam ist, dass sie Zeit in Anspruch nehmen und genau dieser Aspekt schreckt viele ab, es nicht zu tun.

Schade! Es gibt nämlich beim Meditieren keine zeitliche Begrenzung. Weder nach oben, noch nach unten. Auch ein bewusst gelebter Moment, der nur ein paar Sekunden dauert, ist eine Form von Meditation und kann bewirken, dass man in hektischen Zeiten wieder zu sich findet. Bereits ein solch bewusster Moment ist besser als kein solcher. Und alles, was es dazu braucht, ist ein wenig Achtsamkeit.

Viele Menschen schrecken nebst dem zeitlichen Aspekt auch deshalb vor der Meditation zurück, weil sie nicht wissen, was sie dabei tun und wie sie es tun sollen. Gleich vorweg: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch Menschen mit jahrelanger Meditationserfahrung fällt es manchmal schwer, in den Fluss zu kommen.

Meditation braucht zugegebenermassen eine gewisse Disziplin. Das heisst nicht, dass man sich jeden Tag um 4.30 aus dem Bett quält, obwohl man lieber in den Laken bleiben möchte und für 2 Stunden in einer unbequem starren Position verharrt, bis man sich jeglichen schmerzenden Gliedern bewusst wird. Mit Disziplin ist gemeint, dass man in die Meditationspraxis eine gewisse Regelmässigkeit bringt. Dann nämlich, erfahren wir Vertrauen in den Vorgang und können herausfinden, welche Art von Meditation uns liegt oder situationsbedingt gut tut.

Es gibt unzählige Formen von Meditationen. Geführte Meditationen, wo man einer sanften Stimme lauscht, die einem durch mentale Erlebnisse führt, über die aktive Meditation, wie sie vor allem von Osho praktiziert wurde oder die Meditation, in der man einfach nur in Stille ist und die Gedanken zum versiegen bringt. Was genau für wen bestimmt ist, soll dem Anwendenden überlassen werden und kann durch Ausprobieren herausgefunden werden.

Eine geführte Meditation ist für den Beginn sicher nicht falsch. Es hat den Vorteil, dass man sich auf die Stimme des Sprechenden konzentrieren kann und nicht so stark verleitet wird, in eigene Gedankenwelten abzudriften. Aber auch die Meditation, in der man nur der Stille lauscht, kann man gleich zu Beginn in Angriff nehmen. Wichtig zu wissen ist, dass man kaum zu Beginn für längere Zeit ohne eigene Gedanken sein kann. Der Weg in die Freiheit von Gedanken ist Übungssache. Es ist wichtig, sich an den ganz kleinen Gedankenlücken zu orientieren und diesen Erfolg zu wertschätzen. Sei in Bezug auf Meditation nicht streng mit Dir selber. Höchstens, was die Regelmässigkeit anbelangt.

Lass Dich doch von diesem Artikel inspirieren und starte noch heute. Bleib gleich da, wo Du jetzt bist, schliesse Deine Augen und lenke die Aufmerksamkeit für einen Moment auf den Atem. Atme durch die Nase ein, spüre die kalte Luft an den Nasenflügeln, atme durch den Mund aus. Schliesse Zeigefinger und Daumen beider Hände zu einem kleinen Kreis und achte Dich einfach auf die Stellen, wo sich Zeigefinger und Daumen berühren. Sollten Gedanken kommen, lenke einfach die Aufmerksamkeit wieder auf die beiden Berührungspunkte. Meditiere so lange oder so kurz, wie Du magst.

Für die Meditation braucht es nur etwas: Die Bereitschaft, es zu tun!

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