Glaubenssätze und wie sie dein Leben bestimmen


Jeder hat sie, bei jedem entfalten sie eine Wirkung. Manchmal, wünschenswerterweise ist es eine positive Wirkung, öfters leider eine negative solche. 

Glaubenssätze sind Annahmen, die du über dich hast. Sie stammen oft aus deiner Kindheit und Jugend und diejenigen, die diese im Unterbewusstsein verankert haben, sind wir selbst. Es macht somit wenig Sinn, zu erforschen, von wem wir die Glaubenssätze haben. Es geht darum, die Verantwortung zu übernehmen und die Glaubenssätze zu transformieren.

Ich möchte heute einen Glaubenssatz thematisieren, der wahrscheinlich wenig gesehen wird. Es mag erscheinen, er sei unwichtig, denn im Gegensatz zu Glaubenssätzen wie «mich liebt keiner» oder «ich bin nicht gut genug», scheint er banal und nichtssagend. Der Glaubenssatz heisst «ich gehöre nicht dazu». Frage dich, wo du nicht dazu gehörst aber gerne dazu gehören würdest. Schaue kurz, woher der Glaubenssatz stammt. Vielleicht wurdest du in deiner Kindheit ausgeschlossen oder warst einfach anders, als andere und glaubtest irgendwann, du gehörst nicht dazu. Verwende dazu nicht allzu viel Zeit. Es ist wichtiger, den Glaubenssatz umzuschreiben und, noch wichtiger, ihn in deinem Unterbewusstsein zu verankern. Das Unterbewusstsein ist nämlich der Ort, an dem diese Überzeugungen gespeichert sind. Du kannst dir das Unterbewusstsein wie eine Bibliothek vorstellen. Je nach Situation, in der du dich befindest, spielt der eine oder andere Glaubenssatz in Endlosschlaufe und manifestiert das, was sich in Deinem Leben spiegelt. Du kannst mit Deinem Wachbewusstsein gegensteuern so viel du willst, es wird sich nur kurzfristig etwas ändern.  Das, was in der Endlosschlaufe über das Unterbewusstsein läuft, ist deine Realität. 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Unterbewusstsein und das darin Gespeicherte umzuschreiben. Ein veränderter Bewusstseinszustand ist immer von Vorteil, denn in diesem Zustand ist der Wächter, der die Bibliothek des Unterbewusstseins bewacht, am Schlafen und lässt zu, dass die Dateien umgeschrieben werden. Ich stelle dir hier zwei Möglichkeiten vor, mit denen ich sehr gute Erfahrungen machte. Du kannst natürlich auch beide zusammen anwenden.

Bei der ersten Methode setzt du dich an einem ruhigen Ort, an dem du für mindestens fünf Minuten ungestört bist. Achte dich auf deinen Atem und schaue mit offenen Augen nach oben zu deinen Augenbrauen, während du den Kopf in der gleichen Stellung belässt. Schaue deine Augenbrauen für zehn Sekunden an und schliesse dann deine Lider, während die Augen immer noch nach oben gerollt sind. Entspanne nun deine Augen. Dein Unterbewusstsein ist nun bereit, umprogrammiert zu werden. Sage laut oder in Gedanken zu dir selbst: «Ich gehöre überall dazu, wo ich das möchte. Ich bin geliebt und akzeptiert». Wiederhole diesen Satz abermals und lasse ihn wirken. Nach etwa fünf Minuten sprichst du laut oder in Gedanken: «Ich zähle bis drei und bin dann vollständig wieder in meinem Wachbewusstsein. Eins, zwei, drei». Öffne deine Augen und erlaube dir, wieder zurück zu kommen. Wiederhole diesen Vorgang am Morgen und am Abend vor dem Schlafengehen.

Eine weitere Methode ist, dass du den umprogrammierten Glaubenssatz mit einem Aufnahmegerät aufnimmst und in Endlosschlaufe während des Einschlafens anhörst. Geeignete Programme gibt es auf den mobilen Geräten, wichtig ist nur, dass sie eine Loop Funktion haben. 

Du kannst natürlich jegliche Glaubenssätze auf diese Art und Weise transformieren. Wenn du einmal damit angefangen hast, werden dir deine Begrenzungen rasch bewusst und du kennst ja jetzt eine Möglichkeit, dir selbst zu helfen. Viel Spass beim Ausprobieren und beobachten, wie sich dein Leben verändert.

In meinem Buch „Erkenne und lebe dein Selbst“ habe ich noch mehr über Glaubenssätze und Vieles mehr geschrieben:

https://www.amazon.de/Erkenne-lebe-dein-Selbst-Schnider/dp/3843413444/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=erkenne+und+lebe+dein+selbst&qid=1572615073&sr=8-2

Lisa Schnider, 1. November 2019 

Das Selbst

Vor etwas mehr als einem Jahr, lag ich mit Grippe im Bett. Es stinkte mir gewaltig, denn abgesehen von den Schmerzen und dem Unwohlsein, wollte ich lieber an den weihnachtlichen Feierlichkeiten teilnehmen, als siechend im Bett zu liegen. Über all die Jahre, in denen ich mich mit Spiritualität und übersinnlichen Fähigkeiten beschäftigte, eignete ich mir die eine oder andere Heiltechnik an. Auch jegliche Geräte, die mit Schwingung auf den Körper einwirken und diesen harmonisieren, faszinierten mich seit jeher und waren in meinem Haushalt zur Genüge vertreten. Mein Ziel war klar: so schnell wie möglich wieder gesund werden und ja nichts verpassen. Zu meinem Erstaunen wirkten weder die angewendeten Heiltechniken, noch die zu Hilfe gezogenen technischen Geräte. Irgend etwas musste doch meinen Körper dazu bringen, jetzt gleich wieder gesund zu sein, dachte ich genervt und wütend. Irgend etwas musste ich übersehen haben, denn ich wusste, wie stark die Heilkräfte und die Geräte wirkten.

Nach zwei Tagen des Ausprobierens und Kombinierens all dessen, was mir in den Sinn kam, gab ich auf. Ich lag einfach nur in meinem Bett und bemitleidete mich selbst. Zudem befielen mich leichte Zweifel darüber, weshalb denn «diese Dinge» nicht wirken wollten. Als ich meinen Gram ein wenig beiseiteschieben konnte und einfach nur in meinen Körper hineinspürte, dieses Hineinspüren bis ins Unendliche hinauszog, katapultierte «es» mich von der einen auf die andere Sekunde in eine andere Dimension, so schien mir zumindest. Vom einen auf den anderen Augenblick war nichts mehr, wie es einmal war. Mein Geist war klar und wach, mein Körper schmerzte zwar immer noch, doch irgendwie kümmerte es mich gar nicht mehr. Mein Bewusstsein war präsent und Dinge sowie Situationen enthüllten plötzlich ihre wahre Natur. Ich war überwältigt von diesem Zustand und schlief irgendwann selig ein. Als ich ein paar Stunden später aufwachte, war ich gesund. Keine Schmerzen, keine triefende Nase, nur noch Lebenskraft und Hunger. Ich stürzte mich mitten in der Nacht in die Küche und stillte meinen Hunger. Diese andere Dimension war immer noch präsent, so, als habe es sie nie nicht gegeben und deren Präsenz machte mich einfach nur selig. Noch vor dem Augenblick, als ich wegdöste, wurde mir bewusst, dass diese Dimension, diese Präsenz nichts anderes als mein Selbst ist. Wie konnte es sein, dass ich mein Selbst all die Jahre nicht erkannte und an diesem vorbeilebte?

Am anderen Tag begleitete ich meinen Mann auf unserer gewohnten Joggingrunde. Wohlgemerkt, dass ich noch einige Stunden zuvor mit Grippe im Bett lag und versuchte ihm in Worten zu erklären, was ich erfahren hatte. Obwohl ich es ihm auf verschiedene Wege versuchte klar zu machen, dass diese Kraft wohl in allen von uns sei und wir diese unbedingt nutzen müssen, verstand er mich nicht und dachte sich wohl, dass ich nun den Sinn für jegliche Realität vollständig verloren hatte. Ich muss hier erwähnen, dass mein Mann derjenige ist, der mich im spirituellen Dschungel als unternehmerisch denkender Privatbanker immer wieder auf den Boden zurückholt. Doch als ich auch nach Tagen noch immer vom Selbst sprach, liess er sich dazu verleiten, die Übungen zu machen, die ich ihm vorschlug, damit auch er erfahren konnte, was ich erfuhr. Ich unterbreitete ihm im vergangenen Jahrzehnt viele Ideen und irgendwann sagte er mir: «Lisa, ich probiere diese Dinge gerne aus, sobald Du Dich nach einem halben Jahr immer noch damit beschäftigst».

Einen Monat später, befasste sich auch mein Mann mit dem Selbst und sogar unser Sohn faszinierte die Arbeit mit dem Selbst, wie ich es nenne. Ich wusste, dass wenn Sohn sich freiwillig meldet und sagt: «Mama, machen wir eine Selbst Meditation?», es etwas ist, das einen wirklichen Mehrwert für ihn hat.

Heute, über ein Jahr, nach dem ich mein Selbst erkannt habe, ist nichts mehr, wie es einmal war. Natürlich haben die Dinge, die zu mir gehören, «überlebt» und begleiten mich weiter. Doch Vieles, was sich nicht mit meinem Selbst identifizieren konnte, fiel weg und machte Platz für Neues. Neues, das wirklich zu mir und meinem Selbst passt und mich auf meinem Weg unterstützen kann.

Wenn Dich die Arbeit mit dem Selbst anspricht, empfehle ich Dir mein Buch «Erkenne und lebe Dein Selbst», das im Mai 2018 im Schirner Verlag erscheint:

Buch „Erkenne und lebe Dein Selbst“

oder der Besuch eines meiner Seminare:

Seminar