Ich möchte ein ganzer Mensch sein –  Emotionale Freiheit in zwischenmenschlichen Beziehungen

Den heutigen Beitrag möchte ich gerne mit einem Zitat aus dem Buch „Die Prophezeiungen von Celestine“, geschrieben von James Redfield, beginnen. Meine Reiki Lehrerin Britta Zytariuk www.brittas-energieoase.de, hat es mir vor etlichen Jahren empfohlen. Die Lektüre fand ich äusserst spannend und auf die darin beschriebenen Weisheiten greife ich heute noch gern und regelmässig zurück.

Es geht um die vierte Erkenntnis: Der Kampf um die Macht.

„Viel zu oft schneiden wir uns von der größeren Quelle dieser Energie ab und fühlen uns deshalb schwach und unsicher. Um Energie zu erhalten, manipulieren wir häufig andere Menschen, damit sie uns Aufmerksamkeit und somit Energie zukommen lassen. Wenn wir andere derartig dominieren, fühlen wir uns stärker und mächtiger, während die anderen dadurch geschwächt werden und sich deshalb oft gegen diesen Energieraub wehren. Der Konkurrenzkampf um knappe menschliche Energie ist die Ursache für alle zwischenmenschlichen Konflikte.“

(James Redfield „Die 12. Prophezeiung von Celestine“, S 284-285)

Die Quelle dieser Energie ist nicht in materiellen Dingen, sondern in der Energie, die uns die Erde und das Universum  zur Verfügung stellt, zu suchen. Dabei steht im Vordergrund, dass man sich mit der Natur verbindet, um seine eigenen energetischen Defizite auszugleichen.

Dies ist natürlich einfacher gesagt als getan, denn es bietet sich uns seit unserer Geburt an, dass wir, anstatt uns mit allem, was ist zu verbinden, der Energie anderer Menschen zu bedienen. Die frühe Kindheit ist die Zeit, in der wir uns die Spielregeln zwischenmenschlicher Machtspiele aneignen und unser weiteres Leben hindurch anwenden. Dass wir uns dabei immer mehr verstricken und uns selbst in unserer Entwicklung behindern entgeht uns, sofern wir nicht achtsam sind und uns eben der anderen, der ganzheitlichen Lebensenergie zuwenden. Wenden wir uns dieser höheren Energie zu, hat das zur Folge, dass wir ein unabhängiges, selbstbestimmtes, harmonischeres Leben führen können.

Wir alle beherrschen die Spielregeln um den Kampf der Macht und wenden sie mehr oder weniger bewusst auch an. Wir wenden sie vor allem dann an, wenn Bedürfnisse der Sicherheit, der Intimität, nach finanziellem Wohlergehen, eines Zugehörigkeitsgefühls, der Anerkennung und dem Wunsch nach Kontrolle über unser eigenes Leben, befriedigt werden wollen.

Redfield schafft, damit wir uns selber darin erkennen können, verschiedene Kategorien von Machthabern:

Der Einschüchterer

Diese Personen gewinnen Energie, indem sie andere Menschen durch laute Auseinandersetzungen, physische Kraft, Drohungen oder unvorhersehbare Temperamentsausbrüche verängstigen oder verunsichern. Andere Menschen fühlen sich in Gegenwart eines Einschüchterers verängstigt oder unruhig.

Der Vernehmungsbeamte

Diese Menschen gewinnen dadurch Energie von anderen Menschen, indem sie deren Aktivitäten und Motivationen ständig hinterfragen. Der Vernehmungsbeamte ist rechthaberisch und lässt keine Gelegenheit aus, zu beweisen, dass andere im Unrecht sind. Gehen andere Menschen auf die Kapriolen des Vernehmungsbeamten ein, gewinnt dieser Energie.

Der Unnahbare

Dadurch, dass diesen Menschen in ihrer Kindheit der Wunsch nach Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung verwehrt wurde, sind sie heute in ihrer eigenen inneren Welt der ungelösten Konflikte, Ängste und Selbstzweifel gefangen. Der Unnahbare ist einsam und auf Distanz bedacht, da er befürchtet, einen fremden Willen aufgezwängt zu bekommen oder in seinen Entscheidungen hinterfragt zu werden.

Das arme Ich

Diese Personen versuchen durch die Erregung von Mitleid, Energie in ihre Richtung zu lenken. Diese Kategorie scheint unter Kräftemangel zu leiden, der es ihnen unmöglich macht, sich den alltäglichen Dingen des Lebens zu stellen. Sie sind nicht an der wirklichen Lösung ihrer Probleme interessiert, denn dadurch würden sie ihre Energiezufuhr verlieren.

 

Durch das wetteifern um Energie unter Menschen erfahren wir einen psychologischen Aufschwung. Wir erwarten, dass wir Aufmerksamkeit, Liebe, Anerkennung und Unterstützung von anderen Menschen erhalten müssen. Dies, weil wir es auch nicht anders gelernt haben.

Ein erster Schritt, sich von diesen Energiemustern zu lösen, besteht darin, zu erkennen, wie wir uns im Umgang mit anderen Menschen, vor allem in den problematischen Beziehungen verhalten. Wir können uns ehrlich hinterfragen, was wir aus diesen Kontrolldramen erhalten, wo wir Energie gewinnen und wo wir anderen Energie abziehen.

Wenn wir uns diesen Mustern bewusst werden, können wir uns ganz bewusst dagegen entscheiden und unsere Energie aus Dingen ziehen, ohne andere Menschen damit zu belasten. Wir werden frei und lassen andere frei sein. Wenn wir es schaffen, aus diesen Mustern auszubrechen und in unserer Mitte zu sein, können wir den Weg gehen, den unsere Seele für uns vorgesehen hat. Wir erreichen mehr, sind glücklicher und lebensbejahender.

Wer sich intensiver mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte, kann ich die Bücher von James Redfield empfehlen.

Die Prophezeiungen von Celestine: ein Abenteuer. Das spirituelle Kultbuch

Die Erkenntnisse von Celestine: Das Handbuch zur Arbeit mit den ‚Neun Erkenntnissen‘ aus dem Bestseller ‚Die Prophezeiungen von Celestine‘