Telepathie und andere Zufälle

Der Titel mag ein wenig provokativ klingen, denn Zufälle gibt es nach meinem Verständnis eigentlich keine. Dennoch bezeichnet man das Vorkommen von Telepathie und die Erfahrungen, die im Alltag damit gemacht werden, oftmals als Zufall. Weshalb? Weil man keine dem Verstand dienliche Erklärung für das Funktionieren dieser Kommunikationsform findet.

Doch ob wir es glauben wollen oder nicht, wir alle interagieren tagtäglich in irgendeiner Form telepathisch. Erinnerst du dich daran, als das Telefon klingelte und du wusstest bereits, wer am anderen Ende der Leitung war? Oder als du jemandem etwas sagen wolltest und dieser entgegnete dir, dass er soeben dasselbe sagen wollte? Dies sind nur zwei Beispiele für den alltäglichen Gebrauch der Gedankenübertragung.

Unter Telepathie versteht man die Fähigkeit, Gedanken, Gefühle, Bilder und weitere Informationen von einem Lebewesen zu einem anderen ohne äusserliche Hilfsmittel zu senden oder zu empfangen oder solche Informationen aus anderen Quellen abzurufen. Oft wird der Eindruck erweckt, dass es sich dabei um eine ausserordentliche Begabung, die nur wenigen zusteht, handelt. Dem ist nicht so. Wir alle – ausnahmslos alle – kommen mit der Fähigkeit, telepathisch oder übersinnlich Informationen zu senden und zu empfangen, auf die Welt. Jede Mutter kommuniziert mit ihrem Neugeborenen unbewusst und völlig selbstverständlich übersinnlich. Die Kinder bedienen sich dieser Kommunikationsform so lange, bis sie die menschliche Sprache erlernen. Darüber hinaus behalten gewisse Kinder den Gebrauch der Übersinne bei, andere legen diesen ab. Das bedeutet auch, dass wir, auch wenn wir das Gefühl haben niemals solche Fähigkeiten zu haben, diese jederzeit wieder erwecken können. Das Einzige was es dazu braucht, ist, sich die Mühe zu machen, diese Sprache wieder zu erlernen und regelmässig zu üben.

Zu Beginn mag es ungewohnt sein, sich auf die Übersinne, die grundlegenden Sinne für die Übertragung übersinnlicher Informationen, einzustimmen und diese bewusst zu gebrauchen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Menschen, die sich nie bewusst mit den Übersinnen beschäftigt haben, durch Anleitung bereits nach wenigen Stunden erste Erfolge erzielen können.
Das Hellfühlen, das Hellhören, das Hellsehen und das Hellwissen dienen uns dazu, uns mit der übersinnlichen Kommunikation zurecht zu finden. Jeder Mensch hat eine andere Begabung hinsichtlich der Kommunikationskanäle und so ist es am einfachsten, zu Beginn das Augenmerk auf diese natürlichen Begabungen zu legen.

Du magst Dich vielleicht fragen, woher man diese Informationen nehmen soll. Rupert Sheldrake, ein englischer Biochemiker befasst sich seit längerem intensiv wissenschaftlich auf dem Gebiet der Übersinne. Seiner Theorie zufolge gibt es energetische Felder (morphische Felder), die jegliche Information enthalten, die jemals war, ist und jemals sein wird. Durch die absichtliche energetische Verbindung mit diesen Feldern wird es jedem möglich, Informationen zu senden und zu empfangen.
Manch einer mag sich fragen, weshalb wir im Zeitalter der digitalen Kommunikation auf die Übersinne zurückgreifen sollten. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen. Nehmen wir zum Beispiel die Tierkommunikation. Durch diese Art der Informationsübertragung können wir erfahren, wie es unseren tierischen Freunden geht und welche Bedürfnisse sie haben. Ein anderes Beispiel ist die eigene Gesundheit. Sollten sich auf diesem Gebiet Fragen stellen, die durch den Verstand nicht zu beantworten sind, können wir unsere Übersinne gebrauchen und Antworten auf dieser Ebene empfangen. Auch im zwischenmenschlichen Bereich hat die übersinnliche Kommunikation viele Vorteile. Mancher Konflikt lässt sich einfacher lösen, wenn wir wahrnehmen können, um was es wirklich geht.
Sollte ich mit diesem Beitrag dein Interesse an der übersinnlichen Kommunikation geweckt haben, kann ich folgende Lektüre oder ein Seminar sehr empfehlen:

„Seelenbegegnungen – Telepathische Kommunikation zwischen Mensch Tier“ – Lisa Schnider

Seelenbegegnungen: Telepathische Kommunikation zwischen Mensch und Tier

„Der siebte Sinn des Menschen „ – Rupert Sheldrake

Der siebte Sinn des Menschen: Gedankenübertragung, Vorahnungen und andere unerklärliche Fähigkeiten

„Gespräche mit Tieren“ – Penelope Smith

Gespräche mit Tieren: Praxisbuch Tierkommunikation

„Die grosse Gemeinschaft der Schöpfung: Gespräche zwischen Mensch und Tier“ – J. Allen Boone

Die große Gemeinschaft der Schöpfung: Gespräche zwischen Mensch und Tier

Wenn sich jemand für die praktische Anwendung unter persönlicher Anleitung interessiert, biete ich Seminare zu diesem Thema an:

Information zum Seminar

Bengston Energy Healing

Seit vielen Jahren interessiert mich die energetische Heilung sehr. Selber habe ich mich einige Jahre intensiv mit Reiki beschäftigt und bei Mensch und Tier angewendet. Irgendwann im Verlaufe dieser Jahre hat sich bei mir eine Monotonie in dieser Behandlungsart eingeschlichen. Das latente Gefühl von „es muss auf diesem Gebiet doch noch mehr geben“ begleitete mich oft. Ich informierte mich auch über andere Formen der Geistheilung, doch irgendwie fühlte sich meine Begeisterung für die einzelnen Methoden höchstens lauwarm an.

Im Januar dieses Jahres stiess ich auf das Buch von Bill Bengston, „Heilen aus dem Nichts“. Wir waren zu dieser Zeit in den Skiferien im Engadin. Das Wetter war prächtig und die Pistenverhältnisse optimal. Doch bis ich die letzten Lettern dieses Buches verschlungen hatte, interessierte mich weder das Skifahren, das Wetter oder sonst etwas. Die Lektüre dieses Buches fesselte mich von Anfang bis zum Ende.

Prof. Dr. William Bengston, ein amerikanischer Soziologieprofessor, beschreibt in seinem Buch, wie er zum Heilen kam und seine Methode entwickelte. Bengston befasst sich seit Jahrzehnten mit energetischer Heilung und hat an fünf verschiedenen amerikanischen Universitäten die Wirksamkeit von Heilen durch Handauflegen wissenschaftlich beweisen können. Weiter findet sich im Buch eine gut nachvollziehbare Anleitung seiner Heilmethode. Bengston sagt selber, dass seine Methode nichts für bequeme Menschen sei, denn der Aufwand, das „Cycling“, eine zum Heilen nach Bengston zugehörige Technik zu erlernen, sei anstrengend und erfordert einiges an Durchhaltewillen. Im Unterschied zu anderen energetischen Heilmethoden, die den Fokus meist auf einen ruhigen Geist legen, erzeugt man bei der Bengston Methode ein regelrechtes Chaos im Gehirn. Das Handauflegen ist wie bei den anderen Methoden ähnlich oder gleich.

Das Chaos im Gehirn wird Cycling genannt. Man schreibt zu Beginn eine Liste mit mindestens zwanzig egoistischen Wünschen auf diese und untermalt jeden Wunsch mit einem Bild und dem dazugehörigen Gefühl. Wichtig dabei ist, dass jeder Wunsch in der Zukunft liegt, zu Beginn keine anderen Personen beinhaltet und nur die eigenen Bedürfnisse betrifft. Diese Liste wird auswendig gelernt. Die Wünsche werden nun vor dem inneren Auge wie in einem Film nacheinander abgespult, wobei das Tempo erhöht wird. Nach einigen Übungsstunden werden die Bilder anfangen zu verschwimmen und wirbeln schliesslich unerkenntlich im Kreis. Dieser, durch das Cycling herbeigeführte mentale Zustand, nutzt Bengston nun, um zu heilen.

Die Schilderungen von Bengston beeindruckten mich tief und ich entschied mich, an einem 3-tägigen Seminar, welches diesen Mai in Freiburg im Breisgau stattfand, teilzunehmen. Ich war offenbar nicht die Einzige, die Bengstons Methode erlernen wollte. Etwa hundert weitere Interessierte fanden sich zu diesem Seminar zusammen. Völlig entgegen meiner sonstigen Gewohnheit, setzte ich mich in die vorderste Reihe. Bengston erzählte viel über die Wissenschaft, liess immer wieder praxisrelevante Tips einfliessen und beantwortete unsere Fragen. Etwa eine Stunde bevor der erste Seminartag vorbei war, übten wir das Auswendiglernen unserer zuvor erstellten Wunschliste und das erste Cyceln. Nach zehn Minuten bemerkte ich eine leichte Übelkeit, ignorierte diese aber, weil mich das Cycling viel Konzentration kostete. Beim Verlassen des Saals am Ende des Tages, verstärkte sich dann aber die Übelkeit. Ich überlegte, ob ich mich noch einen Moment hinsetzen wollte, doch der Wunsch, nach Hause zu fahren, war grösser. An der nächsten Tankstelle wollte ich eine Cola holen; dies hat mir auch schon geholfen, als ich mir den Magen verstimmt hatte.

An der Tankstelle angekommen, lag es mir fern, nur an die Cola zu denken. Alles, was ich brauchte, war eine Toilette. Zum Glück fand ich bald eine und konnte in diesem geschützten Raum alles von mir geben, was ich noch bei mir hatte. Gott, war mir übel. So etwas kannte ich nicht und überlegte, ob ich wohl etwas Falsches gegessen hatte. Nachdem ich mich wieder aufrecht bewegen konnte, verging die Übelkeit ein wenig und ich entschied mich, weiter zu fahren. Nach kurzer Zeit aber überkam mich diese Übelkeit erneut. Ich entschied mich, zum Hotel zurück zu fahren und gab die gespeicherte Adresse erneut im Navi ein. Dieses führte mich aber zu meinem Entsetzen auf die Autobahn Richtung Freiburg. Mir wurde immer übler, der Verkehr immer dichter und nach einigen Minuten gelangte ich nach Freiburg. Die Strasse war dreispurig, ich ordnete mich ganz links ein und kam an eine Ampel. Überall waren Autos; die Strassenbahn fuhr und es herrschte ein riesiger Lärm. Die Übelkeit verstärkte sich noch mehr und als ich ganz zum Stillstand kam, sah ich, dass vor mir in der Kolonne ein Krankenwagen stand. Ich hatte die Wahl, das Auto meiner Schwiegermutter mit dem, was mich verlassen wollte zu ruinieren oder über meinen Schatten zu springen und auszusteigen, um die Sanitäter um Hilfe zu bitten. Nach kurzer Überwindung stieg ich aus, begab mich auf die Fahrerseite und klopfte an die Scheibe. Der Sanitäter war ein wenig erstaunt, als er die Scheibe herunterliess. Mit letzter Kraft schilderte ich ihm wie übel mir war und dass ich seine Hilfe benötigte. Es schien mir, als ob er mich zu Beginn nicht recht ernst nehmen wollte, denn seine ersten Worte waren: „Nun beruhigen Sie sich mal und steigen Sie ein“. Im Innern des Krankenwagens erleichtere ich mich einige weitere Male. Zum Glück sind diese Gefährte mit nützlichen Utensilien wie Brechbeuteln ausgestattet. Der Sanitäter meinte, er könne mich in diesem Zustand nicht weiterfahren lassen, er müsse mich ins Krankenhaus bringen. Der andere Herr parkte das Auto unter Angabe des Standortes, den ich natürlich gleich wieder vergass. Da ich drohte, ohnmächtig zu werden, legten mich die Herren auf die Bahre und fuhren los. In meinem Halbdelirium schaffte ich es irgendwie noch meinen Mann anzurufen, um ihm mitzuteilen, dass ich im Krankenwagen auf dem Weg in die Uniklinik war. Während der Fahrt merkte ich, wie sich neben der Übelkeit auch mein Darm bemerkbar machte. Ich sendete viele Stossgebete aus, dass es auf die nächste Toilette reichen mag. Im Krankenhaus angekommen, schaffte ich es in letzter Sekunde auf den mich rettenden Ort. Als ich nach einiger Zeit die Tür der Toilette öffnete, stand das Personal bereits vermummt vor mir. Sie sagten mir, dass sie mich auf ein Isolierzimmer bringen müssten, das ich bis auf weiteres nicht verlassen durfte. Die Entleererei ging trotzdem munter weiter. Der Arzt hängte mich an die Infusion und diverse Tests wurden durchgeführt. Meine Körpertemperatur sank auf 36.2 Grad, ich fror wie im tiefsten Winter ohne Kleidung. Irgendwann musste ich wohl eingeschlafen sein, denn als ich wieder aufschaute, standen mein Vater, mein Mann und mein Sohn neben mir. Einige Stunden später, nachdem auch die Bluttests ausgewertet waren, kam der Arzt zu mir und berichtete, dass sie aufgrund der Untersuchungen nichts finden konnten und ich eigentlich nach Hause gehen könnte. Dieses Angebot nahm ich nur zu gerne an. Das Auto haben die drei Herren nämlich inzwischen auch auffinden können. Ich konnte mich auf Nachfragen hin erinnern, dass es bei „der“ Brauerei stand. Unglücklicherweise gibt es in Freiburg offenbar mehr als nur eine Brauerei….

Auf der Fahrt, wie auch am nächsten Tag konnte ich nur schlafen, ich war derart müde und erschöpft. Nach einem Tag der Erholung besuchte ich den letzten Tag des Seminars und konnte das Verpasste aufholen und Weiteres dazu lernen.

Da die Ärzte aufgrund der Untersuchungen nichts Auffälliges finden konnten, dachte ich schon daran, dass dies eine Reaktion auf das Cycling oder auf Bill Bengston gewesen sein könnte. Also fragte ich nach. Bengston meinte, dass es immer wieder Reaktionen auf die Behandlungen gäbe, dass er aber noch nie mitbekommen habe, dass sie so heftig ablaufen. Zumal ich ja keine eigentliche Behandlung erfahren hatte, sondern nur mit dem Cycling begonnen habe und ziemlich nah bei Bengston war. Er meinte spasseshalber, er würde sich wohl besser beim Mittagessen nicht mehr neben mich setzen, wenn mir seine Energie so zusetzen würde.

Die Vermutung sollte sich aber erst aufgrund der Erfahrungen nach dem Seminar bestätigen. Als ich nach dem letzten Tag des Seminars nach Hause kam, schien mir alles verändert zu sein. Es roch anders, es fühlte sich alles anders an, ja sogar meinen Mann sah ich mit anderen Augen. Ich schaute ihn immer wieder an und sagte zu ihm: “Was hast Du gemacht, Du bist nicht mehr Du“. Auch bei Situationen und Menschen ergab es sich so, dass diese plötzlich wie „durchschaubar“ waren. Ich konnte Menschen einschätzen, erkannte Motive, Absichten und weiteres, ohne, dass ich mich anstrengte, dies zu tun. Es war, als wäre ich plötzlich in einer anderen Welt zu Hause. Aus psychischer Sicht ging es mir lausig. Ich fühlte mich traurig, fast depressiv und hatte an nichts mehr Freude. Es war mir unerklärlich, da ich fühlte, dass seit dem Seminar alles anders war. Aber es hätte aus meiner Sicht positiv sein müssen.

Zwei Wochen nach dem Seminar erhielt ich die von mir bestellten Phytopharmaka, für den Ausgleich meines erwiesenermassen durcheinander geratenen Hormonhaushaltes. Zuvor nahm ich bereits seit einiger Zeit Yams Wurzelextrakt zur Linderung von PMS und der damit verbundenen Migräne, an der ich seit 15 Jahren litt. Doch mit Einnahme dieser Mittel wurde alles nur noch schlimmer. Zu meiner üblen Laune gesellte sich jetzt noch Migräne und Übelkeit, die einfach nicht abklingen wollten. Nach drei Tagen des Leidens überlegte ich mir, ob vielleicht das Cycling oder Bill Bengston meinen Hormonhaushalt wieder normalisiert hatten und die Beschwerden durch die Einnahme dieser nun unnötigen Medikamente verursacht wurden. Sofort setzte ich alle Mittel ab und nach etwa 12 weiteren Stunden fühlte ich mich blendend. Ich fühle mich seither so gut, wie seit Jahren nicht mehr. Ich kann fast sagen, dass seit ich dieses Seminar besucht habe, ein anderer Mensch bin. Es hat sich so vieles verändert. Zum Guten.

Ein weiterer, sehr angenehmer Effekt des Cycling ist der, dass sich die Wünsche, die man sich auf die Liste setzt, ohne grosses Zutun verwirklichen.

Wenn ich durch diesen Beitrag ein Interesse an energetischer Heilung geweckt habe, dann freut es mich. Ich kann das Buch von Bill Bengston, „Heilen aus dem Nichts“, erschienen im VAK Verlag sehr empfehlen. Sei es, damit man die Technik selber erlenen kann oder auch nur, um den eigenen Horizont um wertvolle Informationen zu erweitern.

Erfahrungen verändern und neu gestalten

All das, was uns umgibt, ist aus Energie entstanden. Wir selber erschaffen unsere Welt mit unseren Gedanken und Gefühlen. Jede Erfahrung, die wir machen, hinterlässt in unserem Zellsystem einen energetischen Imprint. Dieser energetische Fingerabdruck strahlt nach Aussen und wir ziehen Erfahrungen an, die mit unserer energetischen Signatur übereinstimmen.

Wenn wir eine negative Erfahrung machen, hinterlässt diese eine dementsprechende Schwingung in uns. Diese Schwingung, die mit dieser Erfahrung gekoppelt ist, ist nun verantwortlich dafür, dass wir in gleichen oder ähnlichen Situationen immer wieder dieselben Erfahrungen machen. Auch wenn wir diese Erfahrungen nicht mehr wiederholt haben wollen, wiederholen sie sich trotzdem immer wieder. Mit dem Verstand alleine und reinem Wünschen und Wollen, kommen wir nicht weiter.

Will man seine Erfahrungen verändern, muss man zwangsläufig den ursprünglichen energetischen Imprint verändern, sozusagen neutralisieren. Somit kann sich unser System nicht mehr an einer gemachten Erfahrung orientieren und diese widerholen, sondern wir können dann unsere Welt nach unseren eigenen Vorstellungen gestalten.

Man kann sich das so vorstellen. Unser Leben gleicht einem Glas mit Wasser. Zu Beginn unseres Lebens ist das Wasser noch klar. Mit der Zeit, wenn Erfahrungen – vor allem negative Erfahrungen –  gemacht werden, trübt sich das Wasser. Wenn man nun aus trübem Wasser etwas Neues gestalten will – die Erfahrungen verändern- vermischt sich unser Wünschen mit den energetisch negativen Imprints. Aus dieser Mischung kann aber niemals das werden, was wir beabsichtigen zu haben. Das Wasser – unsere Erfahrungen – müssen auf energetischer Ebene zuerst gereinigt und neutralisiert werden.

Neutralisieren ist das Gegenteil von Verdrängen. Verdrängte Emotionen bleiben auf energetischer Ebene immer irgendwo hängen und sind mitverantwortlich für unsere künftigen Erfahrungen. Wenn man aber die Emotionen anschaut, sie zu Kenntnis nimmt und sie auflöst, kann Neues auf neutralem Boden entstehen.

Achte Dich im Alltag einmal nur für eine Stunde auf Deine Gefühle. Du wirst bemerken, dass in etlichen Situationen negative Gefühle zum Vorschein kommen. Anstatt diese nun wieder in eine Ecke zu stellen, kannst Du sie anschauen. Negative Gefühle sind unangenehm, aber sie bringen uns nicht um. Im Gegenteil. Schenken wir ihnen Beachtung, können sie sich verändern und auflösen. Die negativen Gefühle wollen uns nur sagen: „schau hin, da stimmt was nicht“. Anstatt hinzuschauen, widmen wir uns aber lieber gleich wieder was anderem. Zum Beispiel Essen, Fernsehen, Shoppen, Rauchen etc.

Doch ist es mit dem Anschauen alleine gemacht? Nein. Diese Gefühle können transformiert werden. Zum Beispiel mit Quantenheilung. Quantenheilung ist eine einfache Methode, Dinge von Grund auf zu verändern. Wenn Du Dir eines im Alltag negativ aufkommenden Gefühls bewusst wirst, kannst Du Folgendes ausprobieren: Du bemerkst das negative Gefühl. Wo im Körper kannst Du dies spüren? Es ist wichtig, sich das Gefühl in vollem Ausmass bewusst zu werden und es wirklich zu fühlen. Wie schlimm ist es auf einer Skala von 0 bis 10? Lege nun Zeigefinger und Daumen, so dass sich die Fingerspitzen berühren, zusammen und spüre den Hautkontakt. Mache dasselbe mit der anderen Hand. Spüren nun beide Berührungspunkte beider sich berührender Finger gleichzeitig. Konzentriere Dich nur auf diese Berührungspunkte und vielleicht bemerkst Du auch eine sich ausbreitende Stille in Dir. Es kann sein, dass Du gähnen musst. Halte diese Konzentration für eine Weile (10 Sekunden, wenn Du magst, länger) aufrecht. Kehre nun wieder zum negativen Gefühl zurück und schaue, ob es sich auf der Skala verändert hat. Nimm nun das veränderte Gefühl wahr und konzentriere Dich wieder auf die sich berührenden Fingerspitzen von Daumen und Zeigefinger beider Hände gleichzeitig. Wiederhole diesen Vorgang so lange, bis das Gefühl neutral ist. Wenn mit dem Gefühl eine Erinnerung verbunden war, rufe Dir diese Erinnerung wieder hoch. Im Besten Fall reagierst Du gefühlsmässig nicht mehr auf diese Erinnerung. Falls doch, wiederhole den Vorgang mit der Konzentration auf die Kontaktpunkte der Finger, bis Du Dich an das Ereignis erinnern kannst, ohne dabei ein negatives Gefühl zu empfinden.

Es kann sein, dass während dieser Arbeit andere Erinnerungen wach werden. Dies ist nur ein Aufruf, dass auch diese bearbeitet werden wollen.

Ich gehe sogar so weit, zu behaupten, dass Lebewesen, die von uns abhängig sind (kleinere Kinder, Tiere) unsere Muster übernehmen können und auf dieselben Situationen negativ reagieren, wie wir selber. Bei Tieren ist dies auch der Fall, wenn sie nicht seit Lebensbeginn bei uns sind. Tiere, die in unser Leben treten, ziehen wir an, weil wir dieselben Erfahrungen wie sie gemacht haben. Sollte sich im Zusammenleben mit einem Tier ein Problem ergeben, kann es auf dieselbe Art und Weise aufgelöst werden. Man schaut dazu das die negativen Emotionen des Tieres in Bezug auf eine Situation an und fragt sich als erstes: Stresst mich das auch? Wenn ja, können Sie die negative Erfahrung und die damit verbundenen Emotionen zuerst bei sich selber auflösen und wenn nötig danach noch beim Tier. Oftmals genügt es aber, wenn man es nur bei sich selber auflöst. Das Tier kann sich dann nicht mehr an unserer negativen Emotion orientieren.

Wer sich tiefer mit transformierenden Techniken dieser Art auseinandersetzen möchte, kann ich die Bücher von Frank Kinslow oder Gregg Braden empfehlen. Eine überaus wirksame ähnliche Methode, hat Robert Smith entwickelt. Ihr findet weitere Informationen hier: http://www.fastereft.com/

Ich wünsche viel Neugierde beim Ausprobieren und freue mich, wenn Ihr Eure Erfahrungen mit mir teilt.

 

Selbstliebe

Irgendwie habe ich das Gefühl, hier nichts mehr hinzufügen zu müssen ;-). Just do it!

Selbstliebe – Charles Chaplin zu seinem 70. Geburtstag:

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiss ich: Das nennt man „VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiss ich: Das nennt man „AUTHENTISCH SEIN„.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiss ich: Das nennt man „REIFE„.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Spass und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiss ich: Das nennt man „EHRLICHKEIT„.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“, aber heute weiss ich: das ist „SELBSTLIEBE„.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: Das nennt man „DEMUT„.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“!

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“!

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander, und es entstehen neue Welten. Heute weiss ich: DAS IST DAS LEBEN!

 

Ein Zeichen bitte!

Geht es uns nicht allen manchmal – oder auch öfters – so, dass wir nicht wissen, wohin uns der Weg führen will? Welche Entscheidung soll nun die beste sein? Eigentlich haben wir ja alle einen Übersinn, der als Hellfühlen bezeichnet wird. Aufgrund der heutigen Lebensumstände mit viel Aktivität und wenig Ruhe, ist es manchmal schwer, sich auf sein „Bauchgefühl“ zu verlassen und danach zu handeln. Aus Mangel an Übung fällt es uns schwer zu vertrauen, nach Gefühl zu handeln.

Nichts desto trotz ist unser Bauchgefühl immer da, wir „überfühlen“ es nur meist einfach mit unserem Verstand.

Wenn mir der Kopf wieder einmal heiss läuft, weil ich mich partout nicht entscheiden kann oder mich tagelang im Kreis drehe, mache ich folgendes: Ich bitte um ein Zeichen. Wen? Das Universum, das Seelenwesen, einen Engel oder einfach eine Kraft, die grösser ist, als wir selbst.

Ein Beispiel: Wenn jemand nicht weiss, ob eine berufliche Veränderung zum jetzigen Zeitpunkt angezeigt ist, bittet man in einem Moment der Stille: „Gib mir ein Zeichen, wenn es für mich und meinen Weg das Beste ist, meine berufliche Situation zu verändern“. Die nächste Herausforderung ist es nun, die Zeichen zu deuten. Da muss man sich wiederum auf sein Gefühl verlassen und vertrauen, dass das Zeichen, das einem geliefert wird – und das wird es – wegweisend ist. Will man sich diesem Zwiespalt nicht hingeben, bittet man einfach um ein Zeichen in einer bestimmten Form. Anhand des obigen Beispieles lautet es dann: „Gib mir ein Zeichen in Form eines Elefanten (…einer Eule (mein Favorit), eines Schmetterlings, des Mount Everest, whatever….) , wenn es für mich und meinen Weg das Beste ist, meine berufliche Situation zu verändern“. Man kann dies sogar zeitlich eingrenzen. Wenn in dieser Zeitspanne kein Zeichen in der geforderten Form eintritt, kann man dies so deuten, dass es für den Moment besser ist, die berufliche Situation bei dem zu belassen, wie sie ist.

Nach der Bitte um ein Zeichen, kann man seinen alltäglichen Beschäftigungen wieder nachgehen, ohne darüber nachzudenken, woher und wie und wann das Zeichen wohl kommen mag.

Diese Vorgehensweise kann auf eine beliebige Lebenssituation oder Fragestellung angewendet werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wieso funktioniert das? Weil wir im Unterbewusstsein bereits wissen, was für uns richtig ist und das Aussen in Form des Zeichens dies nur bestätigt.

Probiere es aus und erzähle mir, wie Deine Erfahrungen damit sind!

Gefühle

Wenn ich am Morgen aufwache, fühle ich mich ausgeschlafen oder gerädert, wach oder müde. Wenn ich aufstehe, fühle ich das Leben durch mich fliessen oder auch nicht. Sehe ich die Sonne, wird mir warm ums Herz. Der Anblick eines geliebten Menschen oder ein bevorstehendes Ereignis, lassen mein Herz höher schlagen. Traurigkeit überkommt mich, wenn ich ein leidendes Tier sehe.

Unser ganzes Leben wird begleitet von Gefühlen. Von guten Gefühlen, von denen wir unbedingt mehr wollen aber auch von unangenehmen Gefühlen, die wir möglichst schnell wieder loswerden wollen. Das eine Gefühl ist ohne das andere nicht möglich. Wir hätten nicht die Möglichkeit, Glück und Ekstaste zu erfahren, fühlten wir nicht auch Trauer und Elend.

Gefühle kommen und gehen. Keines bleibt dauerhaft bestehen. Nicht das Gute und auch nicht das Schlechte. Das Leben bietet uns ein sich abwechselndes Sammelsurium von Gefühlen.

In all den Jahren, in denen ich mich mit Spiritualität beschäftige, ist mir aufgefallen, dass viele Menschen nur darauf aus sind, die Glücksgefühle zu horten und die anderen mit aller Kraft und zum Teil mit viel Aufwand von sich zu stossen. Ein Schein von „Friede Freude Eierkuchen Licht und Liebe“ schiebt sich vor eine Fassade, hinter der es bröckelt und bröselt. Eine Fassade, hinter der das wahre Leben tobt. Mit allen Höhen und Tiefen. Ist es nicht eine Illusion, zu glauben, das Leben soll nur Freude sein? Nur das Glück und die damit verbundenen Gefühle seien etwas Wert? Viele Menschen messen sich daran, wie erfolgreich sie den Glücksfaktor in ihrem Leben aufrecht erhalten können und scheitern kläglich. „Die Wut ist Böse, die darf ich auf keinen Fall zulassen, sie macht mich zu einem spirituell minderwertigen Menschen“ oder so ähnlich, könnte ein Gedanke sein.

Eine Szene aus meinem Abschnitt im „ich bin der glücklichste Mensch auf Erden“-Projekt – schlechte Gedanken sind absolut Tabu:

Mein Mann und ich spielen zusammen Tennis. Ein herrlicher Tag, die Sonne scheint, die Plätze draussen sind gut bespielbar, es ist nicht zu warm und nicht zu kalt. Nach dem Einspielen, geht’s bald richtig los, mein Mann legt an Tempo zu. Obwohl ich mir richtig viel Mühe gebe, will es mir nicht gelingen, den Ball ordentlich zurück zu spielen. Es kocht in mir. „Ruhig bleiben, Lisa, tief Atmen, die negative Energie fliesst in den Boden ab…. Einatmen, Ausatmen“. Nächster Ballwechsel. Dasselbe Szenario. Unkontrolliert tönt es über den Platz: „Verf**** Racket, so eine Sch****“. Mein Mann schaut mich mit grossen Augen an. Ich tat, als wäre nichts gewesen. Nächster Ballwechsel. Tief einatmen, im Moment sein, Gedanken leeren….. Ball am Rahmen getroffen. Das süffisante Lächeln auf dem Gesicht meines Mannes bringt das Fass zum Überlaufen. Ich schmeisse mein Racket in hohem Bogen, begleitet von hier nicht zu erwähnenden Fluchparolen, über den Platz.

Als ich mich wieder beruhigt hatte und meine Wut verflogen war, fühlte ich mich richtig schlecht. So benimmt sich doch kein spiritueller Mensch, dachte ich. All die Jahre hatte ich mich einigermassen im Griff. Meine Gedanken, meine Gefühle, sie waren wohltemperiert. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich anfing Tennis zu spielen.

Noch eine Weile später merkte ich, wie gut es tat, die Wut mal rauszulassen. Hemmungslos. Die Illusion des Glücksfaktors hatte mich wohl eingeholt. Ich war am Boden der unspirituellen Tatsachen angekommen. Und konnte endlich wieder frei atmen. Ich hatte das Gefühl, mir selber ein Stück näher gekommen zu sein, weil ich ehrlich war. Ich täuschte nichts vor, sondern liess zu. Ich verdrängte nicht, ich liess es raus. Es muss ja nicht immer zum Wutausbruch kommen. Der kommt nur, wenn man Gefühle über längere Zeit unterdrückt und sie verdrängt.

Doch wie geht man mit Gefühlen um? Als erstes tut es gut, zu erkennen, dass Gefühle nur ein Teil von uns selber sind. Wir sind nicht unseren Gefühle. Bereits bei diesem Gedanken können wir uns innerlich distanzieren und werden nicht gleich von einem Gefühl mitgerissen. Dadurch, dass wir uns distanzieren, verdrängen wir nicht. Denn der nächste Schritt nach dem Distanzieren ist das Anschauen und das Zulassen des Gefühls. Man kann ein Gefühl, wenn es einem bewusst wird, von Aussen anschauen. Man kann es auch fühlen, Gefühle bringen einem nicht um. Sie gehen vorbei. Mal schneller, mal langsamer.

Wenn man sich eines Gefühles bewusst wird und es zulässt, sollte man nicht von der Erwartung getrieben sein, dass es dann schneller vorbei geht. Sonst kann man gleich wieder zum Verdrängen über gehen, das ist einfacher. Nur Fühlen und beobachten, was damit geschieht. Auch wenn es nicht weg geht, man wird merken, dass es sich verändert, sobald es angeschaut wird. Meist zum Positiven. Die meisten für uns negativen Gefühle verschwinden, wenn man ihnen Beachtung schenkt. Sie sind, auch wenn sie negativ sind, ein Teil von uns.

Der Alltag lässt es meist nicht zu, dass wir uns gleich mit allen Gefühlen sofort beschäftigen, uns ihnen widmen und mit ihnen befassen. Der Abend bietet deshalb eine gute Gelegenheit, die Ereignisse des Tages Revue passieren zu lassen und die guten, wie die schlechten Gefühle nochmals anzuschauen.

Eine regelmässige Inspektion unseres Gefühlshaushalts führt dazu, dass man vor Gefühlen keine Angst zu haben und sie deshalb auch nicht zu verdrängen braucht.

Muss das sein?

© antliafotolia

Vor etwa einem Jahr beklagte ich mich darüber, wie unfit ich sei. Mir tat dies und jenes weh, mit der Kondition war es auch nicht zum Besten. Wohlgemerkt, ich bin Mitte dreissig. Mein Mann hörte sich mein Gejammer ein paar Mal an und meinte dann trocken: „Du musst Yoga machen. Das tut Dir gut“. Ich schaute ihn nur ungläubig an. Woher wollte er wissen, dass Yoga mir gut tut. Er, der jeden Tag von A nach B joggt und danach nicht mal dehnt. Von Yoga weiss er höchstens, dass, er es nicht kann, weil er so unbeweglich ist, wie ein Laternenpfosten und Koordination höchstens buchstabieren kann.

Ich tat nicht, wie mir geheissen. Vorerst. Mein Mann lag mir jeden Tag in den Ohren, ich solle jetzt endlich beginnen. Eines Tages kam er mit dem Buch von Anna Troekes nach Hause. „Die Frau im Buchladen hat mir gesagt, ich müsse dieses nehmen. Ich traute mich nicht, was anderes zu nehmen“, meinte er. Die Frau im Buchladen wusste, wovon sie sprach. Das schön illustrierte Buch leitete mich Schritt für Schritt in meine ersten Yogaerfahrungen ein. Ich studierte die Übungen, machte sie, fand es nett und liess es nach einer Weile wieder sein. Da kam er – mein Mann – wieder: „Mach Du jetzt Dein Yoga, das tut Dir gut“. Ich war zu faul und tat es nicht.

Eines Abends stand er mit der Yogamatte in der Hand neben mir, legte sie vor mir aus und sagte: „Du machst jetzt Yoga. Ich mache mit“. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich gleich loslachen musste, sobald er den Satz beendet hatte. „Du und Yoga!“. Sein ernster Gesichtsausdruck aber liessen mich verstummen und brav auf meiner Matte Platz nehmen. „Mach du deine Übungen, ich mache sie dir nach“, patzte er mich an. So begann ich und merkte bald, dass es zu Zweit mehr Spass machte, als alleine. Zwischendurch musste ich schauen, was mein Gatte da auf dem Boden (ohne Matte, wir hatten nur eine) neben mir machte. Zuerst wollte ich mich noch beherrschen aber es gelang mir nicht. Ich sackte mitten in einer Übung zusammen und prustete laut los. Der Anblick dieses unbeweglichen, drahtigen Etwas neben mir war einfach zu komisch. Ächzend fluchte er, während der Position Hund vor sich hin. Wie wir heute wissen, ein absolutes no go….

Mein Mann hielt durch. Eisern quälte er sich neben mir am Boden durch etliche Positionen. Spass schien es ihm keinen zu machen. Er tat es, um mich zu motivieren, weil er wusste, es tat mir gut. Das tat es in der Tat. Auch wenn ich mich in mehreren Anläufen dagegen sträubte, Yoga zu praktizieren, konnte ich bald nicht mehr davon lassen. Ich spürte meinen Körper viel besser, nahm einzelne Körperteile zum ersten Mal so richtig wahr. Mein Gang wurde aufrechter und meine Beine, wie soll ich sagen, straffer. Und, ich wurde beweglicher. Es gelingt mir sogar mittlerweile, meine Hände den Boden berühren zu lassen, während ich mit gestreckten Beinen stehe. Mein Mann schafft es bis mitte Unterschenkel, anstatt nur bis zu den Knien.

Eine angeleitete Yogastunde hatte ich nur eine und auch diese nur durch „Zufall“. Wir waren auf Sardinien und lernten ein Paar aus London in unserem Alter kennen. Lara begann den Morgen mit Yoga und kam eines Tages zu mir: „Join me, come let’s do some Yoga together“. Lara war super. Sie zeigte mir viele Übungen und Abläufe, die ich nicht kannte. Nun war ich richtig begeistert und machte sogar Yoga ohne die prüfenden Blicke meines Mannes. Er macht Yoga nun ebenfalls nicht mehr, um mich zu unterstützen, sondern aus reiner purer Freude, weil er gemerkt hat, wie gut es auch ihm tut.

Das Seelenwesen

© agsandrewfotoliaDas Seelenwesen kann man sich als eine Art von Energie vorstellen, die sich als Mittler zwischen einem selbst und dem Universum darstellt. Das Seelenwesen ist ein Teil von uns, das uns seit Beginn unseres Lebens durch dieses führt, wenn man seine Hilfe in Anspruch nehmen möchte.

Selbstverständlich können wir unser Leben auch selber meistern. Manche Menschen aber sind froh zu wissen, dass sie nicht allein sind und immer jemand an ihrer Seite ist, der oder die uneingeschränkt und in bedingungsloser Liebe da ist. Tagein Tagaus, in guten, wie in schlechten Zeiten.

An das Seelenwesen kann man sich mit allen möglichen Dingen wenden. Seelenwesen sind dazu da, uns zu beraten, zu unterstützen, Mut zu machen, uns in chaotischen Zeiten wieder in unsere Mitte zu bringen etc. Die Liste könnte endlos fortgeführt werden.

Und wie wende ich mich an mein Seelenwesen? Sprich mit ihm! Wie denn? In dem Du Dir vorstellst, dass es da ist und Dich laut oder in Gedanken mit ihm unterhältst. Bitte es, Dir einen Eindruck von ihm zu geben. Vielleicht zeigt es sich Dir als menschenähnliche Gestalt, als Tier oder einfach als eine Farbe. Vielleicht fühlst Du einfach, dass es da ist. Das Seelenwesen mit dem inneren Auge zu sehen, ist keine Voraussetzung dafür, seine Dienste in Anspruch zu nehmen und seine Gesellschaft zu geniessen.

Da das Seelenwesen ein Teil Deiner selbst ist, bringt Dich die Arbeit mit ihm Dir selbst näher. Und wenn du bei Dir selbst bist, kannst Du das Leben leben, das mit Deiner Seelenenergie übereinstimmt. Das Leben ist dann kein müssen mehr, sondern ein dürfen. Ein Leben in Freude.

Ich halte diesen Artikel absichtlich kurz, da jeder Mensch die Begegnung mit seinem Seelenwesen selber gestalten soll. Heisse Dein Seelenwesen mit einem Gedanken willkommen und lass Dich überraschen, was alles noch kommen wird!

Meditation – eine zeitraubende Angelegenheit?

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Beim Meditieren die Gedanken schweifen oder ganz versiegen lassen, über etwas meditieren, in Meditation versinken… Es gibt unzählige Formen von Meditation. Allen gemeinsam ist, dass sie Zeit in Anspruch nehmen und genau dieser Aspekt schreckt viele ab, es nicht zu tun.

Schade! Es gibt nämlich beim Meditieren keine zeitliche Begrenzung. Weder nach oben, noch nach unten. Auch ein bewusst gelebter Moment, der nur ein paar Sekunden dauert, ist eine Form von Meditation und kann bewirken, dass man in hektischen Zeiten wieder zu sich findet. Bereits ein solch bewusster Moment ist besser als kein solcher. Und alles, was es dazu braucht, ist ein wenig Achtsamkeit.

Viele Menschen schrecken nebst dem zeitlichen Aspekt auch deshalb vor der Meditation zurück, weil sie nicht wissen, was sie dabei tun und wie sie es tun sollen. Gleich vorweg: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch Menschen mit jahrelanger Meditationserfahrung fällt es manchmal schwer, in den Fluss zu kommen.

Meditation braucht zugegebenermassen eine gewisse Disziplin. Das heisst nicht, dass man sich jeden Tag um 4.30 aus dem Bett quält, obwohl man lieber in den Laken bleiben möchte und für 2 Stunden in einer unbequem starren Position verharrt, bis man sich jeglichen schmerzenden Gliedern bewusst wird. Mit Disziplin ist gemeint, dass man in die Meditationspraxis eine gewisse Regelmässigkeit bringt. Dann nämlich, erfahren wir Vertrauen in den Vorgang und können herausfinden, welche Art von Meditation uns liegt oder situationsbedingt gut tut.

Es gibt unzählige Formen von Meditationen. Geführte Meditationen, wo man einer sanften Stimme lauscht, die einem durch mentale Erlebnisse führt, über die aktive Meditation, wie sie vor allem von Osho praktiziert wurde oder die Meditation, in der man einfach nur in Stille ist und die Gedanken zum versiegen bringt. Was genau für wen bestimmt ist, soll dem Anwendenden überlassen werden und kann durch Ausprobieren herausgefunden werden.

Eine geführte Meditation ist für den Beginn sicher nicht falsch. Es hat den Vorteil, dass man sich auf die Stimme des Sprechenden konzentrieren kann und nicht so stark verleitet wird, in eigene Gedankenwelten abzudriften. Aber auch die Meditation, in der man nur der Stille lauscht, kann man gleich zu Beginn in Angriff nehmen. Wichtig zu wissen ist, dass man kaum zu Beginn für längere Zeit ohne eigene Gedanken sein kann. Der Weg in die Freiheit von Gedanken ist Übungssache. Es ist wichtig, sich an den ganz kleinen Gedankenlücken zu orientieren und diesen Erfolg zu wertschätzen. Sei in Bezug auf Meditation nicht streng mit Dir selber. Höchstens, was die Regelmässigkeit anbelangt.

Lass Dich doch von diesem Artikel inspirieren und starte noch heute. Bleib gleich da, wo Du jetzt bist, schliesse Deine Augen und lenke die Aufmerksamkeit für einen Moment auf den Atem. Atme durch die Nase ein, spüre die kalte Luft an den Nasenflügeln, atme durch den Mund aus. Schliesse Zeigefinger und Daumen beider Hände zu einem kleinen Kreis und achte Dich einfach auf die Stellen, wo sich Zeigefinger und Daumen berühren. Sollten Gedanken kommen, lenke einfach die Aufmerksamkeit wieder auf die beiden Berührungspunkte. Meditiere so lange oder so kurz, wie Du magst.

Für die Meditation braucht es nur etwas: Die Bereitschaft, es zu tun!

Ich bin…

Ja, wer bin ich denn? Im Besten Falle mich selber. Aber wie bin ich mich selber?

Wir kommen in Liebe und Einheit zu allem was ist, auf diese Erde. Bald darauf aber, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir von äusseren Umständen geprägt werden. Der Einfachheit halber müssen wir Regeln lernen und diese auch umsetzen. Im Laufe der Zeit geraten viele von uns in vorgespurte Bahnen und reagieren lediglich noch auf äussere Umstände. Das Elternhaus, die Schule, Freunde, Beziehungspartner prägen uns. Wir sind spitze darin, uns anzupassen, die Regeln zu befolgen und zu gefallen.

Doch geht es uns gut dabei? Manchen ja, denn es kann auch ihr Weg sein. Wenn es allerdings nicht der Weg des jeweiligen Lebewesens ist, geht man neben der eigenen Spur und verpasst regelrecht das Leben. Unzufriedenheit, Misserfolg und quälende Fragen nach dem Sinn des Lebens ohne schlüssige Antwort darauf, begleiten jeden von uns zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben.

Anstatt uns diesen unangenehmen Situationen zu stellen und uns damit auseinander zu setzen, wählen viele – vielleicht aufgrund mangelnder Perspektiven – einen Verdrängungsmechanismus. Wir stürzen uns in Arbeit, Sport, Einkaufen, Freundschaften, nur um diesem quälenden Gefühl des „ich weiss nicht, was ich hier soll“ zu entkommen.

Es gibt in diesen Momenten einen Lichtblick. Der Weg nach Innen. Die Erforschung dessen, was uns wirklich ausmacht und wer wir wirklich sind. Es ist die Begegnung mit uns selbst.

Viele Wege führen zum Selbst. So viele, dass man den vor lauter Möglichkeiten gar nicht mehr weiss, wohin zu gehen. Eine Möglichkeit, den Weg nach Innen zu betreten und zu gehen, ist folgender:

Setze dich an einen ruhigen Ort, an dem du mindestens eine viertel Stunde nicht gestört wirst. Dieser Ort kann drinnen oder draussen sein.

Schliesse Deine Augen und konzentriere dich auf deinen Atem. Atme durch die Nase ein und durch den Mund aus. Behalte diesen Atemrhythmus die ganze Zeit über bei.

Spüre nun nacheinander für ein paar Sekunden deine Füsse, deine Unterschenkel, die Knie, die Oberschenkel, die Hüften, den Bauch, den unteren Rücken, den Brustbereich, den oberen Rücken, die Schultern, die Hände, die Unterarme, die Ellbogen, die Oberarme, den Hals, den Kopf, spüre deinen ganzen Körper.

Stell dir vor, dass du mit Himmel und Erde verbunden bist. Diese Verbindung reicht vom Erdmittelpunkt durch deinen Körper hindurch zum Himmel hinauf. Spüre diese Verbindung und sei dir ihr bewusst.

Es gibt ein höheres Selbst von dir. Es ist seit Geburt bei dir und wird dich immer und überall begleiten. Es urteilt nicht über dein Verhalten, sondern ist immer für dich da. Begrüsse nun dieses Seelenwesen und heisse es in deiner Welt willkommen. Wenn du magst, gib ihm einen Namen. Vielleicht siehst du auch ein Bild von ihm oder ihr. Sei dir immer bewusst, dass dieses Seelenwesen keine von dir getrennte Wesenheit ist, sondern verbunden mit dir und dem, was dich ausmacht. Lade es ein, dich nun in den Lebensbelangen, bei denen du Rat brauchst, zur Seite zu stehen. Du kannst dich immer vertrauensvoll an ihn oder sie wenden. Es wird dir die Botschaften über Gefühle, Worte, Bilder oder Zeichen im Aussen bringen.

Nun spürst du dich, bist mit deinem Seelenwesen und dem Universum verbunden. Sei dir dieser drei Dinge bewusst.

Spüre erneut in deinen Körper hinein und empfinde, ob du irgendwelche Gefühle ausfindig machen kannst, die in der Vergangenheit entstanden sind. Es können dies solche sein, die dich bereits länger beschäftigen, oder solche, die erst frisch entstanden sind. Widme dich dem ersten Gefühl, das sich bemerkbar macht. Meist handelt es sich um ein unangenehmes Gefühl. Wenn es sich bemerkbar macht, heisst das, dass es beachtet werden will, um aufgelöst zu werden. Verdrängst du es, lagert es sich irgendwo ab und kann dir Unbehagen bescheren.

Nimm das Gefühl wahr. Wo in deinem Körper lokalisiert es sich? Wie fühlt es sich genau an. Was für Gedanken begleiten das Gefühl. Was für weitere Gefühle entstehen daraus. Nimm alle Gefühle, die hochkommen zur Kenntnis und beobachte diese. Fühle diese, bis sie sich verändern. Nimm wahr, wie sie sich abändern, abschwächen oder ganz verschwinden, während du das Gefühl beobachtest und ihm nicht ausweichst. Gefühle sind dazu da, gefühlt zu werden. Sie gehen vorbei. Egal, ob das Gefühl gut oder schlecht ist. Es geht in jedem Fall vorbei und kann dir nichts anhaben.

Wenn Du ein solches Gefühl, das sehr wahrscheinlich mit einem vorgefallenen Ereignis in Zusammenhang steht, durchgefühlt hast, kannst du es gehen lassen. Es wollte nur angeschaut werden.

Durch das Anschauen der Gefühle reinigen wir uns selber und kommen uns ein Stück näher. Sei dir bewusst, dass du niemals deine Gefühle bist. Die Gefühle sind etwas, das durch ein Erlebnis zum Ausdruck gebracht wird. Es mag für gewisse Zeit ein Teil von dir sein aber du bist dieses Gefühl nie. Du bist eine Einheit von Licht, das Verbunden ist mit Himmel und Erde. Erkenne dich als solches.

Sitze noch einen Moment in Stille und spüre die Verbindung zu dir selbst.

Diese kurze Innenschau wird Dir helfen, den Weg zu Dir selbst zu finden, wenn Du es regelmässig anwendest. Ein guter Zeitpunkt ist der Abend, nachdem die Dinge erledigt sind, oder der Morgen, bevor die Hektik des Alltages beginnt.

Viel Spass!